Was beobachtet wurde
Mehrere Laborwerte, darunter HbA1c, Nüchternblutzucker und HOMA-IR, veränderten sich in der BeaT-2-Gruppe gegenüber Studienbeginn.
Wissenschaftliche Untersuchung von BeaT-2® bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes. Eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Pilotstudie.
NUTRITION AND METABOLIC INSIGHTS
Pfützner A. et al. · 2026
Originalpublikation · 19. Februar 2026
Die Laborergebnisse zeigen Hinweise auf Veränderungen in der BeaT-2-Gruppe. Die zentrale kontinuierliche Glukosemessung lieferte jedoch keinen statistisch signifikanten Nachweis einer Überlegenheit. Beides gehört zur ehrlichen Einordnung.
Mehrere Laborwerte, darunter HbA1c, Nüchternblutzucker und HOMA-IR, veränderten sich in der BeaT-2-Gruppe gegenüber Studienbeginn.
Die Placebogruppe zeigte bei mehreren Parametern andere Verläufe. Erst der Gruppenvergleich hilft, Beobachtungen sinnvoll einzuordnen.
Die primäre Messgröße war nicht signifikant verbessert. Bei nur 40 Teilnehmenden und sechs Wochen Dauer bleiben langfristige Auswirkungen offen.
Angaben beziehen sich auf diese Pilotstudie; die genaue statistische Bewertung finden Sie in der Originalpublikation.
Das Darmmikrobiom steht im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen zum menschlichen Stoffwechsel. Auch mögliche Zusammenhänge mit der Blutzuckerregulation, Insulinresistenz und systemischen Entzündung werden erforscht.
Die veröffentlichte Studie untersuchte das Nahrungsergänzungsmittel BeaT-2, in der Publikation auch als „Sugarburner“ bezeichnet. Es basiert auf einer Kombination verschiedener Mikroorganismen.
Ziel war es, mögliche Veränderungen der Blutzuckerkontrolle und ausgewählter Stoffwechselmarker bei Menschen mit Typ-2-Diabetes gegenüber Placebo zu untersuchen.
Welche Veränderungen zeigen sich bei der ergänzenden Einnahme von BeaT-2 im Vergleich zu Placebo hinsichtlich Blutzuckerkontrolle, Insulinresistenz, Betazellfunktion und Entzündungsmarkern?
Die prospektive, randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie wurde an einem Studienzentrum durchgeführt.
Täglich 2 Kapseln BeaT-2 über einen Zeitraum von 6 Wochen.
Täglich 2 Placebokapseln über denselben Zeitraum.
Die bestehende Behandlung des Typ-2-Diabetes wurde während der Untersuchung fortgeführt. Die Studie prüfte BeaT-2 als ergänzende Einnahme, nicht als Ersatz für eine Therapie.
Die Publikation berichtet nach sechs Wochen über Veränderungen verschiedener Laborparameter. Die folgenden Zahlen geben die veröffentlichten Veränderungen gegenüber den jeweiligen Ausgangswerten wieder.
Bei mehreren untersuchten Biomarkern wurden in der BeaT-2-Gruppe statistisch signifikante Veränderungen gegenüber Studienbeginn berichtet. Nicht alle untersuchten Parameter erreichten statistische Signifikanz.
| Untersuchter Parameter | BeaT-2 | Placebo |
|---|
Prozentuale Angaben gemäß Abstract der Veröffentlichung; gerundete Werte. Die HbA1c-Veränderung ist in Prozentpunkten angegeben. Für hsCRP wurde keine statistisch signifikante Veränderung festgestellt. Signifikanzangaben beziehen sich je nach Parameter auf Ausgangswert- oder Gruppenvergleiche.
Gruppenmittelwerte mit Standardabweichung gemäß Tabelle 3 der Originalpublikation. Angaben in den Einheiten des Originalartikels.
| Untersuchter Parameter | BeaT-2 | Placebo | ||
|---|---|---|---|---|
| Beginn | Ende | Beginn | Ende | |
Daten: Tabelle 3 der Originalpublikation. Die statistischen Signifikanzmarkierungen und jeweiligen Maßeinheiten finden Sie vollständig im Originalartikel.
Die dargestellten Werte stammen aus einer kleinen Pilotstudie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Die Ergebnisse können nicht ohne Weiteres auf andere Personengruppen oder eine langfristige Einnahme übertragen werden.
Während des sechswöchigen Beobachtungszeitraums wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse berichtet. Nach Angaben der Autoren bestanden hinsichtlich der Anzahl und Art der unerwünschten Ereignisse keine relevanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
Gastrointestinale Beschwerden wurden in einem Fall in der BeaT-2-Gruppe und in sechs Fällen in der Placebogruppe dokumentiert. Hypoglykämische Ereignisse wurden in beiden Gruppen berichtet: sechs Ereignisse bei zwei Personen unter BeaT-2 und vier Ereignisse bei vier Personen unter Placebo.
Aussagen zur Sicherheit einer langfristigen Einnahme lassen sich aus dem kurzen Beobachtungszeitraum allein nicht abschließend ableiten.
Nach sechs Wochen wurden bei mehreren Laborwerten Unterschiede beobachtet. Die zentrale Frage ist jedoch nicht nur, welche Zahlen sich verändert haben, sondern auch, was sich daraus tatsächlich schließen lässt.
In der BeaT-2-Gruppe gingen nach sechs Wochen mehrere Laborwerte zurück, darunter HbA1c (−0,3 Prozentpunkte), Nüchternblutzucker (−14%) und der berechnete Insulinresistenzmarker HOMA-IR (−26%). In der Placebogruppe verliefen diese Werte im Mittel anders.
Das bedeutet: Die Untersuchung liefert Hinweise auf Veränderungen ausgewählter Stoffwechselmarker. Sie begründet weitere Forschung – nicht automatisch einen gesicherten Behandlungserfolg.
Bei der kontinuierlichen Glukosemessung, dem primären Studienziel, blieb die Zeit im Zielbereich mit BeaT-2 weitgehend stabil. Unter Placebo nahm sie leicht ab (etwa −4%); diese Veränderung war nicht statistisch signifikant.
Damit ist keine verlässliche Überlegenheit beim primären Studienziel belegt. Ob die Laborveränderungen langfristig bestehen oder einen klinisch relevanten Nutzen haben, lässt sich aus sechs Wochen nicht ableiten.
Ein Marker wie HOMA-IR beschreibt einen Ausschnitt des Stoffwechsels; er ist nicht dasselbe wie ein nachgewiesener gesundheitlicher Vorteil im Alltag. Auch der HbA1c-Wert spiegelt einen längeren Zeitraum wider, als die sechs Wochen der Untersuchung vollständig abdecken.
Die Ergebnisse sind deshalb interessant für die Forschung, müssen aber mit größeren und länger dauernden Studien bestätigt werden. Eine bestehende Diabetesbehandlung darf daraus nicht eigenständig verändert werden.
40 Teilnehmende: Die kleine Gruppe erlaubt keine allgemeingültigen Aussagen.
Sechs Wochen: Langfristige Effekte und Sicherheit wurden nicht untersucht.
Fehlender Ausgangswert bei CGM: Vor Beginn der Einnahme wurde keine Vergleichsmessung durchgeführt.
Begleitmedikation: Viele Teilnehmende wurden bereits mit Diabetesmedikamenten behandelt.
Unterschiedliche Ausgangssituationen: Zum Beispiel war die Geschlechterverteilung zwischen den Gruppen ungleich.
Weitere Forschung: Größere, langfristige und unabhängig replizierte Studien bleiben erforderlich.
Die Autoren interpretieren die in der Pilotstudie beobachteten Laborveränderungen als Hinweise auf mögliche günstige Auswirkungen von BeaT-2 auf untersuchte kardiometabolische Parameter bei Menschen mit Typ-2-Diabetes.
Gleichzeitig betonen sie die Notwendigkeit weiterer, langfristiger und kontrollierter klinischer Studien, um den möglichen Nutzen als Ergänzung zu bestehenden Behandlungen zu bestätigen.
Alle Angaben dieser Seite beziehen sich auf die folgende wissenschaftliche Veröffentlichung. Dort sind die ausführliche Methodik, sämtliche Ergebnisse und die Literaturverweise dokumentiert.
Andreas Pfützner, Pamela Canaviri-Paz, Mina R. Hanna, Daniela Sachsenheimer, Daiva Kalasauske, Julia Jantz und Johan de Faire.
Die Untersuchung wurde von de Faire Medical AB finanziert. Laut Publikation ist Johan de Faire Gründer und Anteilseigner des Unternehmens, Pamela Canaviri-Paz dort beschäftigt und Andreas Pfützner erhielt eine Studienförderung von de Faire Medical AB. Die übrigen Autoren erklärten keine Interessenkonflikte.
Diese Seite ist eine redaktionelle Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Veröffentlichung und keine medizinische Empfehlung. BeaT-2 ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Eine bestehende medizinische Behandlung darf nicht eigenständig verändert oder abgesetzt werden. Bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme besprechen Sie die Einnahme mit medizinischem Fachpersonal.